Wenn das nicht mal nach hinten...

Deine Bewertung für Facebook

Foto pixabay
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Autor: Elke Schröder | Datum: 23.01.2018
Änderungen Facebook.

Im Kampf gegen "Fake News" will Facebook seine Nutzer Nachrichtenseiten nach Vertrauenswürdigkeit bewerten lassen.

"We decided that having the community determine which sources are broadly trusted would be most objective", schrieb Facebook-Gründer Mark Zuckerberg am Freitag. "We will now ask people whether they're familiar with a news source and, if so, whether they trust that source."

Da bleibt die Frage: Wie will Facebook seriöse und unseriöse Bewertungen kontrollieren?

Facebook gar nicht - zumindest nicht als Unternehmen, sondern das sollen die User machen! "That's not something we're comfortable with", begründete der Facebook-Chef die Entscheidung. Das Unternehmen fühle sich nicht wohl damit, die Entscheidungen über die Köpfe der Nutzer hinweg zu treffen. Wirklich - das Ranking den Usern überlassen? Warum nicht unabhängigen Experten. Ok, dafür müsste Facebook sich ja in die Karten gucken lassen. Man könnte übersetzen: Wir wollen keine Verantwortung übernehmen. 

Wie soll ein User den Wahrheitsgehalt von ganzen Seiten erkennen?

Gute Frage, dazu gehört nämlich wesentlich mehr - als ein Klick. Ganz davon abgesehen, dass Verteiler von Fakenews oft eine fast schon kriminelle Energie aufwenden, um "seriös" zu wirken. Es wäre die Aufgabe von Facebook, die User davor zu schützen - nicht umgekehrt. 

Durch die Nutzerbewertung werde aber nicht die Menge an Nachrichten beeinflusst. Erst letzte Woche hatte Zuckerberg angekündigt, dass die Nutzer im sogenannten "Newsfeed" künftig wieder mehr Neuigkeiten von ihren Freunden und Familienangehörigen - und weniger Inhalte von den großen Medienseiten sehen sollen.