Landesweite Verschärfung

Ab Freitag fast alles dicht

Geschlossen -auch dein Lieblingsfrisör macht dicht. Foto pixabay
Geschlossen -auch dein Lieblingsfrisör macht dicht. Foto pixabay
Autor: Elke Schröder | Datum: 19.03.2020
#bleibzuhause

Ab Mitternacht gilt eine neue Allgemein­verfügung und zwar landesweit. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sollen ab Freitag in ganz Thüringen nun auch Gaststätten, Bekleidungsgeschäfte und Friseurläden schließen. Ein entsprechender Erlass der Landesregierung soll in ganz Thüringen für einheitliche Regeln im Umgang mit der Coronakrise sorgen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag mitteilte. Ein früherer Erlass, nach dem zum Beispiel der Betrieb von Gaststätten noch erlaubt war, sofern diese 1,5 Meter Mindestabstand zwischen den Tischen wahren, wird aufgehoben und durch die neuen Bestimmungen ersetzt. Ausgenommen vom Gaststättenverbot ist der Außerhaus-Verkauf. Die fünf Thüringer kreisfreien Städte hatten bereits am Mittwoch schärfere Regeln und die Schließung von Restaurants angekündigt. Mit dem neuen landesweiten Erlass sollen nach wie vor Lebensmittelläden, Lieferdienste, Poststellen und Autowerkstätten geöffnet bleiben.

Was genau wurde heute beschlossen?

  • Alle Arten von Veranstaltungen, Ansammlungen, Vergnügungen, Stadtführungen, Versammlungen oder organisierten Treffen sind untersagt.
  • Zufällige oder verabredete Ansammlungen in Parks sind untersagt.
  • Der Sonntagsverkauf ist gestattet, wenn es um die Versorgung mit "existenziellen" Gütern geht.
  • Handwerker und Dienstleister dürfen weiter arbeiten - ausgenommen davon sind Friseure, Kosmetikstudios, Nagel- oder Fußpflege, Tattoo- und Massagestudios.
  • Sämtliche Freizeiteinrichtungen müssen geschlossen bleiben -  das heißt unter anderem auch Restaurants, Bars, Kantinen, Theater, Spielplätze oder auch Tierparks.
  • Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sind verboten.
  • Verkaufsstellen sind zu schließen.
 
Diese Verkaufstellen bleiben trotzdem offen:
  • Läden für Lebensmittel (z.B. Supermärkte, Bäckereien, Fleischereien)
  • Wochenmärkte (für Lebensmittel, nicht Haushaltsartikel)
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Zeitungsverkaufseinrichtungen
  • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
  • Großhandel.

„Alle Oberbürgermeister sind sich der Tragweite der in den letzten Tagen getroffenen Entscheidungen bewusst. Das öffentliche Leben in unseren Städten wird stark eingeschränkt. Die Maßnahmen sind aber notwendig, um die Gesundheit möglichst vieler Menschen zu schützen", betonte Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine.