Neue Bußgelder ab 28.04.2020

Ganz schön happig!

Autor: Elke Schröder | Datum: 27.04.2020
Lappen schneller weg, Halten auf Radweg verboten, Fahrradfahrer dürfen nebeneiander fahren, Auto-Posing kostet bis zu 100 Euro.
  • Ab dem 28.04. gelten drastisch höhere Bußgelder.
  • Fahrverbot künftig schon ab 21 Stundenkilometer zu schnell
  • Halten auf Fahrradwegen ist verboten
  • Radfahrer dürfen nebeneinander fahren

Temposünder

Innerorts:

  • Ab 16 km/h zu schnell gibt's einen Punkt in Flensburg und 70 Euro Bußgeld.
  • Ab 21 km/h zu schnell gibt's zwei Punkte, Bußgelder von 80 bis 680 Euro und einen bis drei Monate Fahrverbot.

Außerorts:

  • Schon ab 16 Kilometer (vorher ab 21 Kilometer) zu schnell, gibt es einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von 70 Euro.
  • Ab 26 Kilometer zu schnell gibt es zwei Punkte, einen Monat Fahrverbot und das Bußgeld steigt bis auf 600 Euro bei 70 Kilometer zu viel.

Rettungsgasse:

  •  Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt künftig 200 Euro Bußgeld, bekommt zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.
  •  Wer die Rettungsgasse befährt (z. B. dem Krankenwagen folgt), zahlt mindestens 240 Euro (kann noch höher ausfallen), erhält zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

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Parken und Halten

▶︎ Falschparken, das berüchtigte „Knöllchen", kostet künftig 25 statt 15 Euro.
▶︎ Halten in zweiter Reihe kostet künftig 55 Euro, bei Behinderung anderer 70 Euro.
▶︎ Parken in zweiter Reihe mit Behinderung (auch eines Radstreifens) kostet 80 Euro und gibt einen Punkt.
▶︎ Auf Schutzstreifen für Fahrradfahrer darf nicht mehr gehalten werden. Es drohen bis zu 100 Euro Strafe und ein Punkt.
▶︎ Parken auf dem Gehweg und in Fußgängerzonen: 55 Euro
▶︎ Wer unberechtigt auf Schwerbehindertenparkplätzen parkt, zahlt künftig 55 statt 35 Euro.
▶︎ Wer E-Lade-Parkplätze blockiert, zahlt ebenfalls 55 Euro.
 

Radfahrer

▶︎ Durch eine Neufassung der bestehenden Regelung wird klargestellt, dass das Nebeneinanderfahren für Radfahrer grundsätzlich gestattet ist. Lediglich wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert werden, muss hintereinander gefahren werden.
▶︎ Es wird ein Mindestüberholabstand von 1,5 Meter innerorts und von zwei Meter außerorts für das Überholen von Fußgängern, Radfahrern und E-Bikes festgeschrieben. Bisher schreibt die StVO lediglich einen „ausreichenden Seitenabstand" vor.
▶︎Die bestehende Grünpfeilre­gelung wird erweitert. Das Schild an Ampeln wird auch für Fahrradfahrer gelten, wenn sie von einem Radfahrstreifen oder Radweg aus rechts abbiegen wollen. Zusätzlich ist ein eigenes Grünpfeilschild nur für Radler geplant.
 
▶︎ Außerdem gibt es künftig ein neues Verkehrszeichen "Überholverbot von Zweirädern", das zum Beispiel an engen Stellen aufgestellt werden soll. Mit dem neuen Symbol "Lastenfahrrad" dürfen eigene Parkflächen und Ladezonen für diese Zweiräder ausgewiesen werden.
Nutzung von Blitzer-Apps wird teuer
Wer eine Blitzer-App während der Fahrt nutzt, für den beträgt das Bußgeld 75 Euro, dazu kommt noch ein Punkt in Flensburg.

Parkplätze für Carsharing-Fahrzeuge
Parken für Carsharing-Fahrzeuge soll ebenfalls erleichtert werden. Dazu gehören ein neues Symbol für bevorrechtigtes Parken und ein Ausweis für Carsharing-Fahrzeuge. Er muss hinter die Windschutzscheibe gelegt werden. Die Regelung gilt für professionelle Anbieter, nicht für privates Carsharing.

Auto-Posing
Gaspedal an der Ampel durchtreten - das kostet jetzt bis zu 100 Euro. Angeberei auf der Straße mit unnötiger Lärm- und Abgasbelästigung sowie das Hin- und Herfahren - von 20 bis 100 Euro.

Quelle Bundesverkehrsministerium