Kevins Zuckerpause

Wie einfach können wir Zucker einsparen?

Grafik: Redaktion
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Ich bin überzeugt: Wir essen viel zu viel Zucker, weil wir oft einfach gar nicht wissen, wie uns die Lebensmittelindustrie über's Ohr haut.

Schokolade, Limo oder Kuchen – klar ist da jede Menge Zucker drin! Aber: Joghurt-Dressing viel Zucker drin. Löslicher Cappuccino viel Zucker drin. Gurken aus dem Glas viel Zucker drin. Fettarmer (Frucht-)Joghurt viel Zucker drin. Smoothies voll mit Zucker. Die Liste könnte ich jetzt noch ewig fortführen.

Fertigprodukte sind genau darum ebenso so ungesund. Ich will es jetzt wissen. Wie einfach können wir im Alltag Zucker einsparen? Wo lauern die Gefahren? Wo können wir auf Zucker einfach nicht verzichten? Ich verzichte in den kommenden Wochen auf zugesetzten Zucker, um gesünder zu leben und mir etwas Gutes zu tun.

Zugesetzter Zucker ist überall drin. Im Senf, oft in der Sojamilch, Jogurt, selbst im gefrorenen Spinat. In diese Produkte gehört aber kein Zucker -  und auf diese Produkte möchte ich verzichten! Natürlich gehören auch Süßigkeiten dazu.

Tag 1: Mir wird erstmal bewusst, wo überall zuckrige Versuchungen auf uns lauern. An jeder Ecke. In der Teeküche im Büro, bei Freunden auf dem Couchtisch oder auch bei mir zu Hause in vielen Schubladen. Zucker ist überall. Ich verzichte aber.

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Tag 2: Schon jetzt geht's mit den Kopfschmerzen los. Mein Körper ist auf Entzug. Darüber habe ich schon viel gelesen. Sobald man den Entzug aber überstanden hat, soll ich mich besser fühlen.

Tag 3: So langsam lerne ich, dass ich echt viele Lebensmittel essen kann. Allerdings nur, wenn ich sie frisch zubereite. Fertige Soßen, Gewürzmischungen oder eingelegtes Gemüse sind tabu.

Tag 4: Die Kopfschmerzen sind noch immer da.

   

 

Tag 5: Ich habe herausgefunden, dass ich meinen Lieblingsfrischkäse mit Kräutern essen darf, weil kein Zucker zugesetzt wurde. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass ich auf das „Fertigprodukt" verzichten muss. Aber YEAH! Ich darf ihn weiterhin essen.

Tag 6: Endlich sind die Kopfschmerzen weg. Momentan fühlt es sich sehr gut an. Ich bin motiviert, ausgeschlafen und echt gut gelaunt. Ich hoffe das bleibt so.

Tag 7: Heute bin ich mit den Kollegen zum Abendessen verabredet. Das stelle ich mir gerade noch schwierig vor. Ich weiß ja schließlich nicht, ob der Koch für den Geschmack nicht doch eine Prise Zucker dran macht. Genau darauf möchte ich ja gerade verzichten. Ich bin gespannt, ob ich ein leckeres Gericht finde.

Tag 8: Die Erfahrungen im Restaurant waren für mich gestern ernüchternd. Auf der Speisekarte haben jede Menge an leckeren Gerichten gestanden. Bei keinem davon hatte ich allerdings das Gefühl, dass es zuckerfrei ist. In dem Restaurant wurde zwar frisch gekocht. Eine gute Tomatensoße wird aber nun Mal mit einer Prise Zucker gemacht und auch die Salatdressings kommen nicht ohne Zucker aus. Nach einem Gespräch mit dem Kellner und eher Unverständnis auf meine Situation habe ich ein paar nackige Pommes gegessen. Positiv kann ich aber sagen, dass die Pommes zumindest sehr gut gewürzt waren und es damit kein Problem gab, weil die Gewürzmischung ohne Zucker frisch zubereitet war. Und ja, der Kellner hat komisch geguckt.

Tag 9 – Tag 14: In den letzten Tagen habe ich vor allem zu Hause gekocht und hatte nur wenig Probleme. Bei Selbstkochen ist das echt nicht problematisch. Ich muss nur auf die Grundprodukte achten, ob sie ohne Zucker sind.