WhatsUp - Gassi-Pflicht für Hunde


Strengere Regeln für Hundehalter und Züchter geplant

Gassi gehen, Foto: pixabay
Gassi gehen, Foto: pixabay

Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant eine neue Verordnung für die Haltung und die Zucht von Hunden.

Mindestens zweimal täglich mit dem Hund Gassi, das soll unter anderem eine der Pflichten für Hundehalter nach der geplanten Verordnung werden. Die Regeln für Hundehalter und Hundezüchter sollen künftig strenger werden. Die Bundesregierung will außerdem den Tierschutz beim Transport von Nutztieren verbessern.

"Haustiere sind keine Kuscheltiere – ihre Bedürfnisse müssen berücksichtigt werden", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner der Deutschen Presse-Agentur. Tiere müssten artgerecht gehalten werden. Hunde bräuchten ausreichend Bewegung und dürften nicht zu lang allein gelassen werden.

Die Pläne des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Hundehaltung:

  • Mindestens zweimal täglich für mindestens eine Stunde soll der Hund an die Luft und da zählt die Zeit in einem Zwinger nicht.
  • Mehrmals täglich müsse sich jemand um den Hund kümmern, er darf also nicht allein gelassen werden.
  • Ganz verboten werden soll das Halten von Hunden an der Kette.
  • Hundeausstellungen mit vollkommen überzüchteten Tieren sollen verboten werden, wenn die Tiere dadurch Qualen erleiden und sich nicht mehr artgerecht verhalten.
  • Ein Hundezüchter soll nur noch drei Hündinnen mit Welpen gleichzeitig betreuen dürfen.
  • Größe und Temperatur von Wurfkisten soll neu geregelt werden. So soll die Temperatur in der Kiste in den ersten beiden Lebenswochen eines Welpen mindestens 18 Grad haben und die kleinen Hunde sollen mindestens einmal täglich Auslauf bekommen.
Für Nutztiere soll außerdem geregelt werden, dass Transporte innerhalb Deutschlands nicht länger als viereinhalb Stunden dauern dürfen, "wenn nicht sichergestellt ist, dass zu jedem Zeitpunkt während der Beförderung in dem Bereich, in dem sich die Tiere während des Transportes aufhalten, eine Temperatur von nicht mehr als 30 Grad herrscht", so das Ministerium.
 
Für die Kontrolle der neuen geplanten Regeln seien laut einer Sprecherin der Ministerin die Behörden der Länder zuständig. Diese würden aber sicherlich nicht bei jedem Hundebesitzer klingeln und fragen, ob er schon mit dem Hund draußen war. Es gehe vor allem um die Zwingerhaltung von Hunden, so die Sprecherin weiter gegenüber der dpa.