WhatsUp - Lockdown verlängert


Thüringen/Deutschland

Thüringens Ministerpräsident Ramelow. Foto: dpa
Thüringens Ministerpräsident Ramelow. Foto: dpa
Der Lockdown gilt weiter und zwar bis zum 07. März. Grundsätzlich bleiben die allermeisten Regeln bestehen, die Kontaktbeschränkung zum Beispiel.

Aber gerade bei den Schulen wird es deutschlandweit zu unterschiedlichen Regelungen kommen, denn jedes Land entscheidet selbst, wann es Schulen oder Kitas wie wieder aufmacht. Auf diese Beschlüsse haben sich Bund und Länder nach fünf Stunden beim Corona-Gipfel geeinigt.

Klar ist: Thüringen geht den Weg so mit. Einen Sonderweg wird es nicht geben, stellte Ministerpräsident Ramelow klar. Ein paar Lockerungen sind dann aber doch in Sicht. Friseure zum Beispiel sollen bundesweit am 01. März wieder aufmachen dürfen, wenn auch unter strengen Hygieneregeln. Wie Thüringen hingegen bei den Schulen vorgeht, ist momentan noch nicht abschließen geklärt. Der vor der Ministerpräsidentenkonferenz ausgearbeitete Stufenplan werde entsprechend nachjustiert, so Ramelow.

Thüringen öffnet Geschäfte wohl später als die anderen
Es wird in Thüringen noch etwas dauern, bis das öffentliche Leben wieder hochfährt. Dafür muss eine Inzidenz von 35 erreicht werden, und das beständig. Derzeit liegt der Wert in Thüringen noch bei 105 (Bundesweit bei 64). Wir bleiben also Hotspot Nummer 1. Aber erst ab der 35er Inzidenz dürfen laut den Beschlüssen Einzelhändler öffnen. Schwierig dürfte dabei der Spagat zwischen Nachbarbundesländern werden. Hessen zum Beispiel liegt gerade bei einer Inzidenz von 71. Geht der Trend so weiter, dürfte Hessen deutlich früher Geschäfte und Co. wieder öffnen als Thüringen. Die Kanzlerin will aber einen Shopping-Tourismus unbedingt verhindern. Weitere Schritte "müssen deshalb noch besprochen werden."

Trotzdem: Der Thüringer Stufenplan soll für die Landesregierung als Arbeitsgrundlage dienen, so Ramelow. Er findet es schade, dass Bund und Länder sich über eine stufenweise Öffnung gar nicht unterhalten haben. Die Forderung: Das muss nachgeholt werden. Thüringen habe deshalb extra eine Protokollnotiz hinterlassen.

Offen bleibt, wie es für Restaurants, Hotels, Museen, Clubs, Theater und Konzerthäuser sowie den Amateursport weitergehen soll. In dem Beschluss heißt es dazu lediglich, Bund und Länder arbeiteten "weiter an der Entwicklung nächster Schritte der sicheren und gerechten Öffnungsstrategie."

Lehrer sollen früher geimpft werden
Intensiv wurde auch über das Impfen gesprochen und die Kanzlerin hat sich durchgesetzt. Lehrer und Erzieher sollen jetzt früher als vorher gedacht, geimpft werden. Gesundheitsminister Spahn soll dafür extra einen neuen Impflan ausarbeiten. Ganz klare Priorität hat nunmal die Bildung. Durch die vorgezogenen Impfungen soll der Schulbetrieb schneller wieder möglich werden.