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Schulen und Kitas öffnen ab Montag

Symbolfoto: dpa
Symbolfoto: dpa
Noch knapp eine Woche, dann dürfen zumindest die Grundschüler in Thüringen zurück in den Unterricht. Und auch die Kindergärten starten in den eingeschränkten Regelbetrieb.

Das sagte Helmut Holter nach der Sitzung der Landesregierung. Eine Woche später folgen dann nach und nach die älteren Schüler. Seit fast zwei Monaten sind die Einrichtungen so gut wie geschlossen, nur Notbetreuung findet statt.

Die Öffnungsschritte im Einzelnen:

GRUNDSCHULEN

Sie sind die ersten, die ab Montag (22.02.) wieder öffnen, im eingeschränkten Regelbetrieb (Stufe gelb). Die Notbetreuung entfällt. Erst- bis Viertklässler sollen in festen Gruppen betreut und unterrichtet werden. «Alle Kinder gehen jeden Tag wieder zur Schule», sagte Holter. Allerdings bestehe dazu keine Pflicht. Eltern könnten selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht.

KITAS

Analog zu den Grundschulen machen auch die Kindergärten in Thüringen wieder auf, und zwar unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz in den einzelnen Regionen. Die Notbetreuung entfällt auch hier.

WEITERFÜHRENDE SCHULEN

Ab 01.03. können die fünften und sechsten Klassen wieder in den Schulen lernen. Hier ist es laut Holter möglich, dass in festen Gruppen unterrichtet wird oder aber Wechselunterricht eingeführt wird, um in den Räumen größeren Abstand zwischen den Schülern zu ermöglichen. Entscheiden sollen das die Schulleiter.

Schüler ab den siebten Klassen sollen ebenfalls ab 01.03. in die Schulen zurückkehren können. Bedingung dafür ist aber, dass es weniger als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage in der jeweiligen Region gab. Auch hier sei Unterricht in festen Gruppen oder mit mehr Abstand im Wechselbetrieb möglich.

PERSPEKTIVE

Laut Holter soll es bei dem Ziel bleiben, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auf unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche zu drücken. Erst wenn dies «stabil» erreicht sei, könnten Schulen im Land auf Stufe «grün» und damit in den normalen Regelbetrieb wechseln. Strenge Infektionsschutzmaßnahmen seien freilich auch dann noch nötig, betonte Holter.

IMPFUNGEN

Der Bildungsminister sprach sich erneut dafür aus, dass Lehrer früher geimpft werden als bisher angepeilt. Vergangene Woche hatten sich die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern darauf verständigt, dass geprüft werden soll, ob Lehrer in der Impfverordnung in eine höhere Kategorie rutschen können. Eine Entscheidung dazu steht aber noch aus.

TESTS

Holter appellierte wiederholt an Lehrer und Schüler, sich regelmäßig auf eine Corona-Infektion testen zu lassen. Bisher bezahlt das Land diese Tests für die Beschäftigten an den Schulen und für jene Schüler, die bislang trotz Lockdown an den Schulen lernen durften, zum Beispiel Abschlusskandidaten oder Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf. Bisher ist noch unklar, ob alle künftig regelmäßig getestet werden.